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03/2011: Hochwertige Ersatzbrennstoffe

ZUVERLÄSSIG - Das Unternehmen ThermoTeam mit Sitz im steirischen Retznei liefert exklusiv für die Lafarge Perlmooser Zementwerke in Mannersdorf und Retznei aufbereiteten Substitut Brennstoff (kurz: ASB). Die Herstellung dieses Ersatzbrennstoffes erfolgt in der hauseigenen Produktionsanlage, in der ein CAT-Radlader im Dreischichtbetrieb fährt.

Energiereiche Abfälle aufbereiten und in qualitativ hochwertigen Ersatzbrennstoff für die Zementindustrie umwandeln – dieser Prozess, der sich positiv auf unsere Umwelt und die Energieressourcen auswirkt, ist die zentrale Aufgabe der ThermoTeam Anlage in Retznei.
Die Versorgung mit geeignetem Material (kein Hausmüll) wird durch die Saubermacher Dienstleistungs AG gewährleistet – eine Zusammenarbeit, die schon länger erfolgreich funktioniert. Konkret seit 1999, als zunächst die ARGE ThermoTeam gegründet wurde, um 2002 die GmbH daraus zu formen. Die zwei Geschäftsführer werden einerseits von Saubermacher, in Person von Josef Kulmer, und andererseits von Lafarge, in Person von DI Christian Lampl, gestellt.
Die Inbetriebnahme der ASB-Anlage in Retznei stellte für die Lafarge Perlmooser Zementwerke in Retznei und Mannersdorf einen Meilenstein innerhalb des alternativen Brennstoffkonzepts dar. Erklärtes Ziel ist es, durch den Einsatz des ASB mittelfristig auf fossile Brennstoffe (wie z. B. importierte Kohle) zu verzichten und damit einen wichtigen Beitrag zur Reduktion der CO2-Emissionen zu leisten. „Das Verfahren ist heute Standard, die zu verarbeitenden Mengen steigen jedoch stetig. Derzeit werden etwa 80.000 Tonnen Abfall umgeschaufelt“, erklärt Josef Kulmer. Für den Transport und die Sichtung des Input-Materials ist ein Radlader die ideale Lösung. Aus den genannten Mengen resultieren allerdings hohe qualitative Anforderungen an das eingesetzte Gerät. Vor diesem Hintergrund hat sich ThermoTeam für das Modell IT14G, einen Industrie-Radlader von Caterpillar entschieden, der für die speziellen Bedingungen in seinem Einsatzgebiet geringfügig modifiziert wurde.


Hohe Verlässlichkeit

Der IT14G fährt im Dreischichtbetrieb. Das bedeutet, er ist im Monat zwischen 500 und 600 Stunden im Einsatz; er übernimmt die Ware und beschickt damit die Anlage. Wegen des intensiven Einsatzes wird die Maschine alle drei Jahre bzw. nach 15.000 Stunden getauscht, was nun zum dritten Mal der Fall war. „Angesichts der intensiven Einsatzbedingungen im Rahmen unserer Produktion ist die Zuverlässigkeit des Radladers ein zentrales Argument für uns“, so Kulmer. Für den IT14G entschied man sich aber nicht nur aufgrund der bewährten Caterpillar-Qualitäten. Für Josef Kulmer genauso wichtig: Sollte es doch einmal zu einer Störung kommen, ist ein Techniker dank der nahegelegenen Zeppelin Niederlassung innerhalb kürzester Zeit zur Stelle. Darüber hinaus existiert eine Vereinbarung für ein Ersatzgerät, die aber noch nie in Anspruch genommen werden musste, versicherte uns Kulmer.


Geringfügige Modifizierungen

In Retznei ist der dritte CAT IT14G in seiner marktüblichen Standardversion im Einsatz. Diese umfasst unter anderem eine normale Leichtgutschaufel mit hydraulisch betätigtem Niederhalter und einer Hochkipp¬schaufel für erweiterte Ladehöhe. Der Dieselverbrauch liegt unter 5 Liter pro Stunde – ein sparsamer Wert, der für Josef Kulmer ebenfalls einen wichtigen Faktor darstellt. Kleine Modifikationen wurden vom engagierten Zeppelin-Team gerne nachgerüstet: So machte es zum Beispiel der Betrieb in der Halle notwendig, spezielle Filter und Katalysatoren einzubauen. Konkret handelt es sich dabei um eine Staubfilteranlage für den Innenraum, welche an die Klimaanlage gekoppelt ist. Sie sorgt dafür, dass die Fahrerkabine nicht durch Staub oder Geruch belastet wird. Außerdem entfernt ein Abgasfilter 98 % der Rußpartikel und schont so die Gesundheit der Arbeiter. Letztendlich überzeugten jedoch das bewährte, langjährige Konzept und das Preis-Leistungs-Verhältnis. Bei einem Betrieb von 5.000 Stunden pro Jahr wird das Gerät alle 500 Stunden gewartet. Bisher liefen die IT14G in Retznei 15.000 Stunden in drei Jahren ohne jede Reparatur – eine Bilanz, die sich sehen lassen kann!

Sehr zufrieden zeigte sich Josef Kulmer, einer der Geschäftsführer der ThermoTeam Alternativbrennstoffverwertungs GmbH, mit der Betreuung durch Zeppelin Österreich.
Schlüsselübergabe an Geschäftsführer Josef Kulmer (2ter v.l.) durch Jürgen Specht, Niederlassungsleiter Graz, unterstützt durch Ge-bietsleiter ¬W. Windisch (rechts außen), Produktionsanlagenleiter Martin Friesser (l. außen) freut sich auf das neue Gerät.
Bereits die dritte Generation von Caterpillar Radladern ist bei ThermoTeam in Retznei im Einsatz – ausgerüstet unter anderem mit einer Hochkippschaufel für erweiterte Ladehöhe.
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