Die Herstellung von Ziegeln zieht sich wie ein Ziegelstaub-roter Faden durch die Geschichte der Familie Comelli, denn bereits die italienischen Vorfahren der heutigen Eigentümer verdienten sich damit ihren Lebensunterhalt. Bezogen auf den Standort Maxendorf wird das Unternehmen heute in der vierten Generation von Anton F. Comelli geführt, wobei die Eltern des jugendlich dynamischen Geschäftsführers nach wir vor als Berater aktiv sind. Aufgrund der langjährigen Betriebszugehörigkeit werden aber auch viele der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zum erweiterten Familienkreis gezählt.
Modernste Produktionstechnik
War die Ziegel-Produktion in früheren Zeiten noch durch anstrengende Handarbeit geprägt, so laufen die Prozesse heute im Ziegelwerk in Maxenbach hochgradig automatisiert ab. Dank laufender Investitionen wurden die Anlagen stets auf dem aktuellen Stand der Technik gehalten und die Mitarbeiter entsprechend geschult. Die lückenlose Erfassung aller Produktionsschritte ist auch im Hinblick auf das umfassende Qualitätsmanagement eine Selbstverständlichkeit.
Dazu Geschäftsführer Comelli: „Seit beinahe 100 Jahren garantiert unser Ziegelwerk höchste Qualität, wenn es um Ziegel geht. Nicht zuletzt deshalb zählt unser Unternehmen, das als einziges Ziegelwerke als Familienunternehmen geführt wird, zu den anerkannten Unternehmen der steirischen Baustoffindustrie. Da wir auf einen eigenen Fuhrpark setzen, können wir unseren Kunden als entscheidenden Mehrwert auch eine optimale Baustellen-Betreuung anbieten!“
Unter dem Motto „Behaglichkeit beginnt mit dem richtigen Ziegel“ entwickelt und produziert man bei Comelli Ziegel der unterschiedlichsten Formate und Spezifikationen. Zentrale Produkt-Linien bilden die Acoplan-Ziegel, deren Ober- und Unterseite mit modernster Technik millime¬tergenau plangeschliffen werden bzw. die Acotherm-Ziegel. Diese punkten mit hervorragenden bauphysikalischen Werten und sind beispielsweise in der Version KNF durch ein spezielle Lochgestaltung darauf ausgerichtet, dass Zusatzdämmstoffe, Vorsatzschalen usw. optimal montiert
werden können.
Laderaupen als ideale Lösung
Ein wichtiger Punkt für die Qualität der Ziegel ist selbstverständlich die Güte und Homogenität der eingesetzten Rohtone. Hier bietet der Standort in Maxendorf Vorteile, denn für die Materialgewinnung kann in etwa drei Kilometer Entfernung vom Werk ein Bergrücken abgebaut werden, der auch für den künftigen Bedarf noch ausreichend Reserven aufweist. Damit alle Höhenschichtungen erreicht bzw. durchmischt werden, schürft man diesen Bergrücken mit den Laderaupen unter 45 Grad ab. Im Einsatz befinden sich drei CAT Laderaupen 963D, von denen zwei erst vor wenigen Monaten ihre typengleichen Vorgänger ersetzten. Das älteste Modell mit rund 11.000 Betriebsstunden stammt aus dem Jahr 1992.
Aus dem gewonnenen Material wird eine grob vorgemischte Jahreshalde in der Größenordung von etwa 120.000 Tonnen angelegt, wobei der gleichzeitige Einsatz von drei Laderaupen in der vier- bis fünfwöchigen Aufbauzeit der Halde einen wesentlich rascheren Ablauf ermöglicht. Beim Aufbau der Halde achtet man besonders darauf, sowohl die Höhen- als auch die Quermischung optimal umzusetzen. Ziel ist eine gleichmäßige und kompakte Haldenmasse als Rohstoff für die Ziegelproduktion.
Im weiteren Ablauf sorgt ein betriebseigener Lkw für den Transport des Materials von der Halde zum Werk. Dabei kann der Lkw-Fahrer problemlos selbst den Ladevorgang übernehmen – ein Arbeitsspiel, das je nach Produktionsleistung etwa zwanzig Mal pro Tag notwendig ist. Dazu Geschäftsführer Comelli: „Auch wenn ein Bagger für den reinen Ladevorgang die kostengünstigere Variante darstellen würde, so ist unter Berücksichtigung aller Einsatzaspekte – vor allem hinsichtlich der Aufbereitung der Halde – eine Laderaupe unterm Strich die ideale Lösung!“
Ein weiterer Aspekt: Im Umfeld der Produktionsanlagen sind nur kleine Puffermöglichkeiten vorhanden, ein sogenanntes Sumpfhaus kann aus Platzgründen nicht angelegt werden. Daher wird diese Aufbereitung teilweise bereits im Zuge des Abbaus durch die Laderaupen umgesetzt. Im Produktionszustand läuft der Betrieb 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche. Aufgrund der beschränkten Puffermöglichkeiten im Werk selbst ist die kontinuierliche Material-Versorgung daher ein entscheidender Aspekt. Eine dritte Laderaupe bedeutet hier zusätzliche Sicherheit für den Kernprozess. Auch in der Ersatzteilhaltung bringt die jahrzehntelange Markentreue Vorteile.
Ausrüstung
Unterschiede weisen die beiden neuen Laderaupen vor allem in der Kettenbestückung auf. Für die gröberen Einsätze ist eine der neuen 963D mit Einstegplatten ausgerüstet. Mit ihr befahren die Comelli-Mitarbeiter im Abbau die Schräge bzw. wird sie fallweise auch für Forstwegebau und Ähnliches genutzt. Die beiden anderen Maschinen sind mit Zweistegplatten ausgerüstet. Da vor allem die zweite neue 963D an der Haldenkante in engem Kreisradius zum Lkw drehen muss, ist hier die Zweistegplatte aufgrund der größeren Auflagefläche für den Boden wesentlich schonender. Eine Einstegplatte würde sich hier rasch tiefer setzen. Zusätzlich ist eine der neuen Laderaupen mit einem Heckaufreißer ausgestattet. Beim Abschürfen der Schrägen lassen sich damit in einem Arbeitsgang beispielsweise schon Steine aussortieren. Die Schaufeln der neuen 963D Laderaupen wurden durch die Firma Winkelbauer teilweise verstärkt und auch hinsichtlich der Zahngestaltung auf den zu bearbeitenden Lehm optimiert.
Abschließend betont Anton F. Comelli nochmals die Vorteile der neuen Laderaupen: „Es ist beeindruckend zu sehen, welche Entwicklung zwischen den Gerätegenerationen liegt. Beispielsweise ist die jetzt verfügbare Kraft bei den Arbeiten an der Haldenkante um einiges größer und auch die Effizienz im Betrieb bringt für uns deutliche Vorteile. Wichtig ist aufgrund der Anrainersituation natürlich auch die stark reduzierte Lärmbelastung. In den arbeitsintensiven Wochen der Aufhaldung schätzen unsere Fahrer die neuen Kabinen, die hinsichtlich Sitz, Klimatisierung und Überblick ideale Arbeitsbedingungen bieten. Unterm Strich bringen uns die neuen Geräte eine deutliche Effizienzsteigerung!“
Angesichts der steigenden Bedeutung energieeffizienter Bauweisen dürfte Ziegelspezialist Comelli damit für den erwarteten Aufschwung in der Bauwirtschaft bestens gerüstet sein!