Bei Rohrdorfer mit Sitz in Rohrdorf bei Rosenheim/D, handelt es sich um einen überregional agierenden Baustoffproduzenten mit Rang und Namen. An mehr als 40 Standorten werden in Deutschland, Österreich, Ungarn und Italien neben Zement auch Transportbeton, Betonwaren und Betonfertigteile hergestellt sowie Sand und Kies gewonnen. Dabei gilt in allen Unternehmen die Devise: Nur eine effiziente und umweltoptimierte Anlagentechnik, eine kundenorientierte Produktpalette und eine intensive Qualitätsüberwachung werden dem gerecht, was Firmengründer Georg Wiesböck einst als treibende Kraft auf den Weg brachte: Die kompromisslose Herstellung hochwertiger und zeitgemäßer Baustoffe.
Die Zementwerk Hatschek GmbH produzieren bereits seit dem Jahr 1908 am Standort Gmunden Zement. Gegründet vom Erfinder des Baustoffes Eternit Ludwig Hatschek (1856–1914), befand sich das Unternehmen 95 Jahre in Besitz der Familie Hatschek, ehe man im Jahr 2004 in die Rohrdorfer Gruppe integriert wurde. Mit rund 130 Mitarbeitern liegt das Zementproduktionsvolumen der Zementwerk Hatschek GmbH bei rund 500.000 t/a und der erwirtschaftete Jahresumsatz beläuft sich auf ca. 45 Mio. EUR. Als Hauptmarkt sieht man den Raum Oberösterreich und ein wenig über die Bundeslandgrenzen hinaus. Besonders stolz ist man auf die hohe Auszubildendenquote im Unternehmen, denn zusätzlich zu den 130 Mitarbeitern werden allein 30 Lehrlinge beschäftigt und ausgebildet.
Schlüsselkomponente Zement
Das aus Kalkstein, Mergel oder Ton gewonnene hydraulische Bindemittel erhärtet in Verbindung mit Wasser sowohl an der Luft als auch unter Wasser erneut zu Stein. Und genau hier, in der Entwicklung und Produktion von Zementen und Bindemitteln für z. B. Tunnel-, Tief- und Spezialtiefbau liegen die Stärken der Zementwerke von Rohrdorfer.
Der Werksteinbruch Gmunden ist seit dem Jahr 1908 in Betrieb. Wurde anfangs nur rein talseitig der Berg abgebaut, erfolgte 1962 die weitere Erschließung des Bergplateaus zur Mergelgewinnung. Für die Zementherstellung der Zementwerk Hatschek GmbH, liefert der Mergelsteinbruch Gmunden rund ein Drittel der erforderlichen Rohgesteinsmenge. Die restlichen zwei Drittel werden im zweiten, eigenen Kalksteinbruch in Ebensee gewonnen. Insgesamt baut man in beiden Steinbrüchen eine jährliche Rohgesteinsmenge von ca. 700.000 t ab. Eine aktuelle Abbaugenehmigung auf 100 Jahre für den Steinbruch Ebensee und ein gleichartiges Projekt für den Steinbruch Gmunden sichern zudem den Produktionsstandort des Zementwerkes in Gmunden ab.
Cat 345D L im Reißeinsatz
Bei der Rohrendorfer Gruppe ist man der Überzeugung, dass eine absolute Qualitätsorientierung die wesentliche Grundlage des Markterfolgs ausmacht. Deshalb ist man stets bemüht, für seine Kunden höchstmögliche Qualität zu produzieren. Dem entsprechend sind natürlich auch die Anforderungen bei der Anschaffung neuer Bergbaumaschinen. Zuverlässigkeit, Leistungsfähigkeit, Produktivität, Qualität sowie Wartungs- und Servicefreundlichkeit stehen im Mittelpunkt und sind Ansprüche, denen der neue von Zeppelin gelieferte Cat-Hydraulikbagger 345D L mit seiner Leistung von 283 kW/ 385 PS bei einem Einsatzgewicht von 49,5–52,5 t voll gerecht wird. Er ist der erste Bagger in dieser Gewichts- und Leistungsklasse bei der Zementwerk Hatschek GmbH und wurde neben einer Lehnhoff-Schnellwechseleinrichtung mit Reißzahn und Felstieflöffel von Hartstahl-Service, mit einem massiven Frontscheiben- und Dachstahlgitter als Sicherheitsschutz der Fahrerkabine sowie weiters einer Wiegeeinrichtung und einer Zentralschmieranlage ausgestattet.
Im Gewinnungsbetrieb des Mergelsteinbruchs Gmunden wird gebohrt, gesprengt und gerissen. Um in Zukunft einerseits den Reißanteil beim Gesteinsabbau zu erhöhen und andererseits dabei Sprengmittel zu sparen, hat man sich für die Anschaffung des leistungsstarken Cat 345D L entschieden. Waren bisher kleinere Geräteklassen für diese Aufgabe im Einsatz, so wird die Steigerung der Leistungsfähigkeit eine klare Erhöhung der Produktionseffektivität bei der Zementwerk Hatschek GmbH bringen.
SmartBoom erleichtert die Arbeit
Sein Einsatzfeld findet der Cat 345D L bei schweren Erdbewegungen und in der Gewinnungsindustrie. Ausgezeichnete Bedienbarkeit, hohe Reiß- und Losbrechkräfte, einfache Instandhaltung und vorbildlicher Fahrerkomfort verhelfen ihm zu beeindruckender Produktivität bei niedrigen Betriebskosten. Sein installierter Cat-Sechszylinder C13 folgt dem Acert-Konzept, das eine verbesserte Kraftstoffverbrennung zum Ziel hat und die strengen Emissionsgrenzwerte der EU-Stufe IIIA unterschreitet. Mithilfe mehrerer am Motor installierter Sensoren sorgt das elektronische Steuergerät Adem A4 (Advanced Diesel Engine Management) auch bei ständigen Lastwechseln für maximale Effizienz, schnelles Ansprechverhalten und niedrigen Schadstoffausstoß. Passend zu den Einsatzbedingungen kann der Fahrer im Displaymenü des Steuer- und Überwachungssystems eine von drei verfügbaren Leistungsstufen auswählen: Stufe 1 (High Power) für schwere Anwendungen, Stufe 2 (Power Management) für mittelschwere Arbeiten und Stufe 3 (Economy) wenn es vorrangig auf sparsamen Dieselkonsum ankommt.
Konstruktiv wurde der 345D L für stärkste Beanspruchung ausgelegt. Daher dominieren in der Kabine auch Ergonomie und Komfort. Zudem erleichtert und verbessert die serienmäßige Ausleger-Schwimmfunktion SmartBoom die Maschinenbedienung wie z. B. beim Steinschürfen, Feinplanieren, bei Lade-, Hammer- oder auch Reißarbeiten. Weiters verringert SmartBoom die Übertragung von Stößen und Vibrationen auf die Maschinen. Schließlich garantieren die robusten Haupt- und Laufrollenrahmen eine maximale Dauerfestigkeit des Unterwagens.