15.6.2026
Die in Semriach ansässige Firma Harrer Beton ist in der Region einer der führenden Anbieter von Beton und Schotter. Aufgrund der hohen und steilen Abbauflächen im eigenen Dolomit-Steinbruch investierte das Unternehmen in einen neuen Radlader Cat 980, der ab Werk mit der Fernsteuerungstechnologie Cat Command ausgerüstet ist und in Zukunft den gefahrlosen Materialtransport zum Vorbrecher ermöglicht.
Der Einstieg in die Rohstoffgewinnung war für Firmengründer Josef Harrer zunächst nur eine Nebenbeschäftigung, denn seinen Lebensunterhalt verdiente er als Vorarbeiter in der nahegelegenen Papierfabrik. 1964 begann er mit einfachen technischen Mitteln Schotter abzubauen und versorgte damit die Landwirte in der Umgebung. Von Beginn an setzte Josef Harrer dabei auf die Grundwerte Qualität, Zuverlässigkeit und Kundenzufriedenheit, die das Unternehmen bis heute prägen.
Aufgrund der steigenden Nachfrage wurden die Abbaustelle und der Betrieb von Jahr zu Jahr größer und so machte sein Sohn, der mit 25 Jahren die Geschäftsführung übernahm, den Steinbruch zum Hauptberuf. Er investierte nicht nur in die ersten Baumaschinen, sondern auch in professionelle Produktionsanlagen. Ein wichtiger Schritt war Mitte der 1980er Jahre die Ergänzung der Rohstoffgewinnung durch ein eigenes Betonwerk, das direkt im Abbaubetrieb errichtet wurde. Heute beschäftigt die Steinbruch Harrer Betriebsges.m.b.H rund 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Geführt wird das Unternehmen in der 3. Generation von Geschäftsführerin Rebecca Harrer, BSc, ihrer Schwester Carmen Harrer, MSc und Prokurist Gerhard Maierhofer, der seit rund 30 Jahren im Betrieb tätig ist.
Firmenchefin Rebecca Harrer: „Unser hochwertiger Schotter und Beton werden in unserem eigenen Steinbruch abgebaut und hergestellt, um höchste Qualität und Zuverlässigkeit zu gewährleisten. Wir bieten eine Vielzahl von Produkten für Bauprojekte aller Art – vom Straßenbauschotter bis hin zu dekorativen Körnungen für die attraktive Garten- und Landschaftsgestaltung. Dabei setzen wir auf moderne Produktionsmethoden und umweltfreundliche Praktiken, um die höchsten Standards in Bezug auf Qualität und Nachhaltigkeit zu erfüllen. Unser hochmodernes Labor und unser erfahrenes Team bieten eine breite Palette von Dienstleistungen zur Qualitätssicherung für Baustoffe, Beton, Schotter und mehr.“
Der Fuhrpark in der Gewinnung und in der Produktion umfasst im Wesentlichen zwei Hydraulikbagger, einen knickgelenkten Muldenkipper, drei Radlader, mehrere Lkw und Fahrmischer sowie fünf Autobetonpumpen mit einer Reichweite von bis zu 53 m. Abgebaut wird der Dolomit sowohl mit dem Reißzahn als auch durch Sprengungen. Mit Hydraulikbaggern wird das Hauwerk von den hohen und steilen Etagen abgeworfen und mit dem neuen Radlader Cat 980 zum Vorbrecher transportiert. Aus Sicherheitsgründen erfolgen die Abläufe zeitlich getrennt. In der mehrstufigen Aufbereitung wird der Dolomit dann durch einen Backenbrecher, eine Prallmühle und mehrere Sieblinien zu verschiedenen Körnungen und Edelsplitten verarbeitet.
Rebecca Harrer über die Investition in den neuen Cat 980: „Wir sind schon lange in einem intensiven Austausch mit den Behörden, wie wir unser Sicherheitskonzept weiter verbessern können. Bisher wurde der Transport des Hauwerks von der Abbruchwand zum Vorbrecher immer durch eine Aufsichtsperson begleitet. Als nun ein Radlader aufgrund der Betriebsstunden getauscht werden musste, haben wir die Gelegenheit genutzt und uns über die Möglichkeiten für einen Geräte-Einsatz mit Fernsteuerung informiert. Die Entscheidung für den Cat 908 mit Cat Command bedeutet für unseren Betrieb eine signifikante Erhöhung der Arbeitssicherheit und Effizienz. Wir werden diese Technik nun immer stärker in unsere Abläufe einbinden. Vor allem in kritischen Phasen, etwa beim Frost-Tau-Wechsel, wird der Cat 980 ausschließlich per Fernsteuerung eingesetzt. Dazu haben wir die Fahrwege optimiert und geradliniger angelegt.“
Mit Cat Command beginnt für die Firma Harrer Beton eine neue Ära im sicheren Geräte-Einsatz: Der Fahrer sitzt beim Transport des Hauwerks von der Bruchwand nicht mehr direkt in der Kabine, sondern bewegt den Cat 980 über das Bedienpult im Freien von einem sicheren Standplatz mit entsprechendem Überblick. Die Steuerbefehle werden direkt an die Elektronik der Maschine gesendet, was zu einer Echtzeitsteuerung führt.
„Das Herzstück ist das Netzwerk des Systems. Die Datenübertragung muss jederzeit ohne Unterbrechung gewährleistet sein, sonst stoppt die Maschine aus Sicherheitsgründen sofort“, betont Christian Berling, Spezialist für Cat Command bei Caterpillar. Auch verschiedene Assistenzsysteme sowie 2D- oder 3D-Steuerungssysteme können bei Bedarf mit Cat Command genutzt werden.
Ferdinand Luschnig, Leiter der Niederlassung Graz von Zeppelin Österreich, betreut mit seinem Team auch die Firma Harrer Beton. Er betont: „Als einer der ersten Händler wurde Zeppelin von Caterpillar für Cat Command zertifiziert. Die Fernsteuerung ermöglicht die volle Manövrierfähigkeit verschiedener Maschinen aus sicherer Entfernung bei Arbeiten in potenziell gefährlichen Umgebungen. Neben diesem Einsatz in der Rohstoffgewinnung zählen dazu beispielsweise auch die Kampfmittelräumung oder schwierige Rückbauarbeiten. Der neue Cat 980 der Firma Harrer Beton verfügt über die erste Cat Command Fernsteuerung in Österreich. Mehrere Mitarbeiter der Firma Harrer Beton wurden von unseren Spezialisten in der Bedienung entsprechend eingeschult.“
Joachim Brandl ist seit kurzem im Team der Niederlassung Graz von Zeppelin Österreich. Er verfügt über umfangreiche Branchenerfahrung und ist der Nachfolger von Wolfgang Windisch, der den verdienten Ruhestand angetreten hat. Brandl: „Der Cat 980 mit rund 30 t Einsatzgewicht steht für hohe Produktivität. Dazu trägt die Cat Schaufelfüllautomatik ebenso bei, wie das serienmäßige Cat Payload für das genaue Wiegen der Schaufel-Inhalte. Das Resultat sind effiziente Ladespiele und die optimale Beladung der Transportfahrzeuge. Zusätzlich reduzieren verlängerte Wechselintervalle für die Betriebsflüssigkeiten und Filter die Wartungskosten im Vergleich zum Vorgänger-Modell.“
Mit der jüngsten Hightech-Investition zeigt sich Firmenchefin Rebecca Harrer mehr als zufrieden: „Bei der Entscheidung für einen Radlader mit Fernsteuerung kam für mich nur eine integrierte Herstellerlösung in Frage. Ebenso wichtig ist für mich ein exzellenter Service, bei dem ich mich auf verlässliche Ansprechpartner und die rasche Verfügbarkeit der Servicetechniker verlassen kann. Ein großer Vorteil der Cat Geräte ist natürlich der hohe Wiederverkaufswert. All diese Argumente haben mich dazu bewogen, mich für den Cat 980 mit Cat Command zu entscheiden und die Partnerschaft mit Zeppelin Österreich zu stärken.“
www.harrerbeton.at
www.zeppelin-cat.at


Die Firma Harrer Beton ist der erste Betrieb in Österreich, der ein Cat Gerät mit der Fernsteuerung Cat Command einsetzt. Produktionsleiter Manuel Eder ist einer von mehreren Mitarbeitern, die auf die Bedienung des Cat 980 mit Cat Command eingeschult sind.

Bekräftigen die Partnerschaft (von rechts): Geschäftsführerin Rebecca Harrer, BSc (Harrer Beton), Niederlassungsleiter Ferdinand Luschnig (Niederlassung Graz, Zeppelin Österreich) und Joachim Brandl (Verkauf, Niederlassung Graz, Zeppelin Österreich).

Der Abbaubetrieb der Firma Harrer mit den Aufbereitungsanlagen und dem Betonwerk.


Alexander Ferk (Harrer Beton) schätzt im klassischen Load & Carry Betrieb die Power des Cat 980 und den Komfort in der Kabine.